Der typische Wirtschaftsverbrecher

Kapitalanlagebetrüger Bernard Madoff: Verursachte einen Schaden von USD 50'000'000'000.-

Wie sehen Wirtschaftskriminelle aus?

   

Paradoxerweise machen Wirtschaftskriminelle einen sehr vertrauenswürdigen Eindruck. Angemessen gekleidet, grosszügig und freundlich. Der Familienvater, der Gesellschaftstänzer, stilvoll, Mitglied im Kirchenverein. Der schwarze Audi ist auf hochglanz poliert.

Ein solches Bild muss ausgestrahlt werden, um überhaupt an das nötige blinde Vertrauen zu gelangen, welches für ein Wirtschaftsdelikt wie  dem Kapitalanlagenbetrug notwendig ist.

Wie locken Sie ihre Opfer?

Wirtschaftskriminelle versuchen ihre Gier nach Erfolg auszunutzen. Sie imponieren Ihnen mit ihrem eigenen Erfolg. Ein schönes Auto, tolles Haus. Suggeriert wird: “Ich besitze den Schlüssel zum Erfolg und möchte dir helfen ihn zu finden!”

Sie sollen der Bittsteller sein! Sie sollen etwas von ihm wollen – nicht umgekehrt. Das Vertrauen wird durch Geschenke, Einladungen und Komplimente gewonnen.

Vertrauen wird anerzogen und trainiert – Misstrauen wird kaum als positive Eigenschaft ins Erziehungsprogramm aufgenommen.

Eine KPMG Studie aus dem Jahre 2011 stellt fest:

Durchschnittstäter im Wirtschaftsbereich:

  • Er ist männlich
  • 36 bis 45 Jahre alt
  • in einer Finanz-Funktion oder im finanznahen Bereich tätig
  • befindet sich im Senior-Management
  • arbeitet seit mehr als zehn Jahren für die gleiche Firma
  • und operiert gemeinsam mit anderen Tätern
Verhalten:
  • dominierendes, absolutes Verhalten
  • außergewöhnliche Grosszügigkeit
  • Spielsucht / exzessiver Lebensstil
  • fehlende oder unvollständige Dokumente
Ich war Baulöwe Dr. Jürgen Schneider

Empfehle diesen Artikel weiter...

2 thoughts on “Der typische Wirtschaftsverbrecher

  1. Vollkommen richtig, diese Leute werden jedoch von unserer maroden und korrupten Justiz nicht verfolgt,
    mein Schaden wegen solcher Verbrecher:

    2.600.000,- € !

    • Danke für Ihren Kommentar. Sie haben absolut recht, für einen Taschendieb der mal 200€ klaut hat die Polizei genügend Leute. Wenn jemand aber Leute um Millionen betrügt, stellt sich die Justiz dumm.

      Wenn jemand Jahrelang und systematisch Leute hinters Licht führt und Millionen damit macht, wird er auch keine Probleme haben die Staatsanwaltschaft ein paar Stunden anzulügen. Notfalls kann man sich auch noch Dumm stellen,

      Um solche Leute auffliegen zu lassen braucht man einen Insider (z.B. die Buchhalterin), alle Fakten auf dem Tisch und die Presse. Denn die Justiz kann so einen Fall nur lösen, wenn alles offensichtlich auf dem Tisch liegt.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>